Hansenhaus Rechts - Gemälde

Hansenhaus Rechts - Gemälde
Hansenhaus Rechts zu Marburg an der Lahn ca. im Jahre 1897 - Gemälde von Friedrich (Fritz) Klingelhöfer (04.061832 - 09.11.1903) Marburger Landschaftsmaler - Bildarchiv Foto Marburg 221331
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Samstag, 1. Dezember 2018

Bau- und Lagepläne: Hansenhaus Rechts anno 1886

Die Schmenners auf den Hansenhäusern waren alle naslang etwas am bauen. Meist wurden die bestehenden Gebäude erweitert bzw. die fast immer nur mit frischen Holz erbauten Scheunen von Grund auf erneuert.

Unter der Rubrik  
Bau- und Lagepläne 

werden alle noch verfügbaren Pläne und Zeichnungen der immerwährenden Bautätigkeiten über einen Zeitraum von rund 100 Jahren vorgestellt.

Die älteste in Teilen noch erhaltene Bauzeichnung stammt vom 05. März 1886.

Friedrich Schmenner (24.02.1854 - 11.11.1918) erweiterte sein damals noch sehr kleines Hansenhaus I (Jahre später Hansenhaus Rechts genannt) um einen Anbau nebst Hinterbau.

Das Ur-Hansenhaus war lediglich ein kleines schmales Gebäude mit ca. 50 / 60 qm Grundfläche.

Dieses kleine schmale Ur-Hansenhaus wurde um den Hinterbau (3,80 m x 3,80 m) verlängert.

Der rechten Hälfte des Ur-Hansenhaus wurde ein Anbau mit einer Grundfläche von rund 45 qm (8,60 m x 5,20 m) vorgesetzt und beides aufgestockt. So entstand die heutige Form des Hauptgebäudes.

Der Anbau an das Hauptgebäude war nur zur Hälfte unterkellert. Dieser Keller war nur von Außen erreichbar. Der noch heute von innen erkennbare Eingang befand sich vor der Eingangtreppe zu dem damaligen Gastronomieraum, der Wirtschaft.


Eine Verbindung des Hinterbaus mit dem Anbau erfolgte Jahre später.

Ebenso erfolgte Jahre später der Umbau des damals eingeschossigen Gastronomieraumes, der Wirtschaft, und heutigen Thekenraumes zu seiner heutigen Form. Die Grundfläche wurde verdoppelt und das Gebäude aufgestockt.

Die uns heute bekannten Anbauten wie Saal, Terrasse und Toiletten erfolgte in den Jahren 1906 bis 1933.




Samstag, 20. Februar 2016

Anno 1715 im Schweinsgrund bei Marburg


Der Schweinsgrund bei Marburg

In der alten Akte "Verwaltung der Buchholzischen Güter im Schweinsgrund bei Marburg" des Zeitraumes 1707 bis 1794 befindet sich auf Seite 94 diese Flurkarte.



Sie deckt nach heutiger Sicht das Gebiet "Rabenstein - Kaffweg - Hansenhaus Links - Alter Kirchhainer Weg" ab.

Im Jahre 1715 gab des die Großseelheimer Straße noch nicht. Wollte man nach Kirchhain reisen, so konnte man nach heutiger Sicht hinter St. Jost unter zwei Routen wählen. Die alte Route führte über den heutigen Alten Kirchhainer Weg, an der ehemaligen Abdeckerei Anton Gary vorbei, über die alte Heeresstraße "Altes Pflaster" mit seinen heute noch existierenden Steinpflaster, am Löwensteinkreuz vorbei, geradeaus den sehr steilen Lahnberg hoch auf die Alte Bauerbächer Straße.

Die andere, hier eingezeichnete, Route führte den Kaffweg hoch, am Hansenhaus Links vorbei, zu den an der ehemaligen Revierförsterei Hansenhaus beginnenden, bis circa 1965 existierenden, Serpentinenwege den Lahnberg hoch. Oben auf dem Lahnberg, kurz vor dem heutigen Sanatorium Sonnenblick, teilte sich diese Route. Links ging es auf die Alte Bauerbächer Straße in Richtung Bauerbach, Großseelheim, Kleinseelheim, an Radehausen vorbei, nach Amöneburg und Kirchhain. Geradeaus führte die Route über Schröck und Mardof nach Alsfeld.

Die in der Mitte dieser Karte eingezeichneten Wege sind die Vorläufer des Fähnrichweges und der Höhlsgasse. 

Der nachfolgende Plan aus der Neuzeit von ca. 1955 dient zum Gebiets- und Routenvergleich.


Quelle: Stadtarchiv Marburg - SM0997 - Ausschnitt aus einem alten Plan von ca. 1955 zum Gebiets- und Routenvergleich mit der Flurkarte von 1715


Das erste belegbare Bauwerk im Schweinsgrund, die Scheune von ca. 1707 des Schmiedes Johannes Klein, ist, nach heutiger Sicht unterhalb des Anwesens Hansenhaus Links in Höhe des Wasserweges am unteren Schubbelackerweg, eingezeichnet. Das genehmigte Wohnhaus an bzw. auf der Weißen Mocke ist nicht eingezeichnet. Sehr wahrscheinlich wurde es nie gebaut oder existierte 1715 bereits nicht mehr.