Hansenhaus Rechts - Gemälde

Hansenhaus Rechts - Gemälde
Hansenhaus Rechts zu Marburg an der Lahn ca. im Jahre 1897 - Gemälde von Friedrich (Fritz) Klingelhöfer (04.061832 - 09.11.1903) Marburger Landschaftsmaler - Bildarchiv Foto Marburg 221331
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Dienstag, 1. Januar 2019

So ein Saubeutel ...

Bierpanscher verurteilt! 

Es ist nicht zu fassen. Da hat doch tatsächlich jemand, hier im idyllischen Marburg an der Lahn, Bier gepanscht. Aber, man hat ihn glücklicherweise, scheinbar auf frischer Tat, ertappt und ihn seinem Richter vorgeführt. Ob diese Panscherei nur aus Unvermögen oder aus Habgier geschah, ließ sich nicht einwandfrei ermitteln. 

Das Urteil: 
3 mal 24 Stunden im Weißenturm wegen schlechten Bierbrauens bei Wasser und Brot eingekerkert.

 

Mir persönlich ist diese Angelegenheit etwas peinlich, da dieser Bierpanscher Johannes Schmenner wahrscheinlich ein Mitglied meiner Sippe .....

 

Montag, 24. Dezember 2018

Aus dem Familienalbum: Weihnachten 1932

In der Rubrik
Aus dem Familienalbum

werden in loser Reihenfolge Photographien kommentiert vorgestellt.

Bis Anfang der 1970er Jahre war es üblich, dass die Familie sich am Heiligabend nach dem gemeinsamen Essen im Wohnzimmer von Friedrich Carl (Fritz sen.) und Erna Schmenner in der ersten Etage des Hansenhaus Rechts zur Bescherung trafen.

Heute würde man dazu sagen: The same procedure as every year...

Fast 50 Jahre erblickte man am Heiligabend beim Betreten des Wohnzimmers hinten in der rechten Ecke an der westlichen Aussenwand die fast bis zur Zimmerdecke reichende Standuhr mit einem festlich geschmückten Weihnachtsbaum davor.

In der Mitte des Zimmers stand wie eh und je ein großer Tisch. Auf diesem waren für jeden die Weihnachtsgeschenke aufgebaut.

Das Familienoberhaupt Friedrich Carl (Fritz sen.) hatte ein Faible für die Photographie. So war es üblich, dass bei fast jeder Gelegenheit der Augenblick in einem Photo festgehalten wurde. So auch ein jedes Jahr am Heiligabend.

Die heutige Photographie aus dem Familienalbum zeigt die Familie Schmenner nebst Kindermädchen am Heiligabend 1932 hinter dem großen Tisch mit all den Weihnachtsgeschenken.

Von links nach rechts: Die Eltern Friedrich Carl (Fritz sen.) Schmenner und Ehefau Erna, geb. Uhlig
mit ihren Kindern Fritz Walter (Fritz jun.), Hella und Freia und dem Kindermädchen Frau Hoffmann





Donnerstag, 1. November 2018

Ansichtskarten von den Hansenhäusern

Unter der Rubrik
Ansichtskarten von den Hansenhäusern

werden in loser Reihenfolge Ansichtskarten des Hansenhaus Rechts und des Hansenhaus Links aus dem 19. und 2o. Jahrhundert vorgestellt.

Diese Ansichtskarten stammen zum größten Teil aus der eigenen Sammlung; ein Teil jedoch wurde von Dritten zur Verfügung gestellt.

Hansenhaus Rechts - Ansichtskarte vom 25.10.1897

Nach erfolgtem An- und Umbau des Ur-Hansenhaus im Jahre 1896 und Anfang 1897 wurde geschäftsfördernd eine Ansichtskarte geschaffen.

Die hier vorgestellte Ansichtskarte war postalisch gelaufen und wurde am 25. Oktober 1897 von Marburg aus verschickt.
 

Sonntag, 25. Februar 2018

Die erste Zentralheizung

Entgegen dem damalig beginnenden Trend der Investitionsmüdikeit und der sich daraus anbahnenden Weltwirtschaftskrise wurde im Hansenhaus Rechts zu Marburg an der Lahn im Jahre 1927 kräftig investiert.


Das Marburger Unternehmen Konrad Wiesner aus der Rotenbergstraße plante und baute die erste Zentralheizung im Hansenhaus Rechts. 

Betrieben wurde die Anlage mit Koks und / oder Holz. Zum Anfeuern wurden getrocknete, im Herbst in Massen gesammelte, Tannenzapfen und getrocknetes Reisig verwendet. Das Holz und das Reisig wurden in Schuppen, die Tannenzapfen dagegen wurden auf einer 80 qm großen Fläche auf dem Dachboden des Haupthauses gelagert.

Der Heizungsraum mit Kessel sowie der benötigte Kohlenkeller wurden unter dem Festsaal placiert und konnte nur über eine Falltür im Toilettenvorraum erreicht werden. Damit das benötigte Brennmaterial nicht durch die Gasträume getragen werden musste, wurde an der östlichen Aussenseite, in der Höhe des  heutigen Eingangs, ein Schacht angelegt.

Bei der Planung der Zentralheizung wurde damals schon berücksichtig, dass der große Vorratsraum und die Räucherkammer im ersten Obergeschoß nicht beheizt werden durfte. Dort lagerten die Vorräte, das Eingemachte und die damals schon in Stadt und Land bekannten Würste und Räucherwaren aus eigener Schlachtung. Dieser Vorratsraum wurde im Jahre 1972 stillgelegt.


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Die im Jahre 1927 von Konrad Wiesner installierte Heizungsanlage hat bis Mitte der 60er Jahre (Umstellung auf Heizöl) ohne nenneswerten Beanstandungen ihren Dienst versehen. 






Mittwoch, 1. März 2017

1868 - Es steht im Adressbuch ...

Das älteste verfügbare Adressbuch der Stadt Marburg von 1868 verfügt über vier Einträge mit dem Namen Schmenner
  • Heinrich Schmenner, Töpfermeister, Ketzerbach 490
  • Daniel Schmenner, Töpfergeselle (Sohn des Heinrich), Ketzerbach 490
  • Katharine Schmenner, Witwe, Grün 575
  • Johannes Schmenner, Wirth auf dem Hansehaus, Weidenhäuser Thor 762
Bemerkenswert ist, dass nicht auf ein weiteres Anwesen von einem Schmenner (Hansenhaus Links) hingewiesen wird. Bereits 1745 wurde davon berichtet.

Mit der Bezeichnung Weidenhäuser Thor 762 ist nicht das Thorhaus gemeint. Es handelt sich lediglich um eine Straßen-/Ortsbezeichnung und eine Hausnummer.

Alle Häuser vor dem Weidenhäuser Tor erhielten zu dieser Zeit die Kennzeichnung Weidenhäuser Tor vor der Hausnummer.

Das Adressbuch des Jahres 1876 nennt die Hausnummern 759 und 760 für die vor Weidenhausen liegenden Siechen und für das Städtische Thorhaus die Nummer 748. 

Im Adressbuch des Jahres 1874 ist der Name Schmenner fünf mal vertreten.
  • Schmenner, Tagl. (Tagelöhner?), Haus Nr. 92
  • Heinrich Schmenner, Töpfer, (Ketzerbach) Haus Nr. 490
  • Katharine Schmenner, Witwe, (Grün) Haus Nr. 448
  • Schmenner, Oecon. (Oeconom), (Hansehaus / Weidenhäuser Thor) Haus Nr. 762
  • Johannes Schmenner, Wirth auf dem Hansehaus, (Weidenhäuser Thor) Haus Nr. 762
Ob es sich bei dem Oeconom Schmenner umd Johannes Schmenner handelt ist aus diesen Einträgen nicht ersichtlich.

Bereits im Jahr 1876 verzeichnet das Adressbuch nur noch einen Schmenner auf dem Hansehaus
  • L. Schmenner, Oekonom und Wirth, Auf dem Hansehaus, Haus Nr. 762 und 763
Dies ist der erste Hinweis in einem Adressbuch auf ein zweites Hansehaus.

Ferner wird im Adressbuch von 1876 unter Ortsangabe Auf dem Hansehaus ein weiteres Anwesen mit der Hausnummer 764 aufgeführt. Es handelt sich hierbei um die (Alte) Schäferei auf dem Glaskopf.

Warum die Schäferei unter der Bezeichnung Auf dem Hansehaus und nicht unter Cappel geführt wird ist noch unklar, war sie doch seit 1774 im Eigentum (Erbpacht) von Cappeler Bauern. 

Im Marburger Sippenbuch wird unter den sehr umfangreichen Aufzeichnungen über den Namen Schmenner an einer einzigen Stelle über einen vermuteten gleichzeitigen Besitz von Schäferei und Hansehaus eine entsprechende Bemerkung gemacht. Diese ist aber noch nicht belastbar und muss noch überprüft werden. 

Bis dahin ist davon auszugehen dass dies nur eine logische fortlaufende Hausnummerierung ist. 

Eine weitere, noch zu überprüfende Möglichkeit ist, das der  ".. Schmenner, Oecon. (Oeconom), (Hansehaus / Weidenhäuser Thor) Haus Nr. 762 ..." der ältere Bruder des Friedrich Schmenner, Ludwig Schmenner, war.

Es war zu jener Zeit üblich, dass nur Hausbesitzer im Adressbuch genannt wurden. Es besteht deshalb die Möglichkeit, dass Ludwig Schmenner zeitweise durch Gewährung von Darlehen in Form von zeitweiser Übernahme der Immobilie temporärer Eigentümer dieser wurde; so auch des Hansenhaus Rechts und der Alten Schäferei auf dem Glaskopf bei Marburg.




Adressbuch der Stadt Marburg - 1868 - Stadtarchiv Marburg


Adressbuch der Stadt Marburg - 1868 - Stadtarchiv Marburg

Mittwoch, 1. Juni 2016

Wie alles begann - Teil V

Oberhessische Blätter Nr. 18 vom Oktober 1933
200 Jahre Hansenhaus

Die Oberhessischen Blätter, eine Heimatbeilage der Oberhessischen Zeitung, veröffentlichten in der Nr. 18 im Oktober 1933 einen Artikel mit der Überschrift "200 Jahre Hansenhaus" über das Hansenhaus / die Hansenhäuser und deren Entstehung anlässlich des 200jährigen Jubiläums dieses.

Dieser Artikel hatte folgenden Wortlaut:

200 Jahre Hansenhaus

Marburg liegt inmitten einer durch mannigfache Schönheiten reich gesegneten Natur und ist umschlossen von schön bewaldeten, zum Teil ziemlich steil aufsteigenden Höhen, deren Abhänge fruchtbare Obsthaine, Gärten und Felder tragen. Zu dem seltenen Reichtum landschaftlicher Schönheit kommt eine Fülle geschichtlicher Erinnerungen, die sich an zahlreiche Stätten knüpft. Sie sind am besten zu überschauen vom Schloß aus, deren Südterrasse einen überraschenden Blick auf den südlichen Stadtteil, das Lahntal, mehrere Dörfer und Höhen gewährt und u. a. auch das Hansenhaus erkennen läßt, in hellem Farbton aus dem Grün der Umgebung hervorlugend. Es sind zwei Wirtschaften, die zu beiden Seiten der alten von Marburg nach Schröck führenden Straße, auf der Höhe des Kaff genannten kahlen Vorsprungs liegen.

Für die Häusergruppe links hat die älteste Lokalforschung den Namen Schweinsgrund festgestellt, der aber die hinter derselben beginnende abschüssige Talmulde samt deren in Feld, Wiesen und Gärten bestehenden Umgebung bezeichnete. Indessen ist vor einigen Jahren von Professor Stengel in Marburg das lange verschollen gewesene hessische Kartenwerk von J. G. Schleenstein wiederentdeckt worden, das aus den Jahren 1704 bis 1708 stammt und an der Stelle des heutigen Hansenhaus das Mückenhaus erkennen läßt, das demnach als der Vorläufer des Hansenhaus anzusprechen ist. 

Der erste Ansiedler auf dem Hansenhaus, Joh. Balthasar Schmenner, findet sich zuerst vor jetzt gerade zweihundert Jahren, 1733, unter den Steuerzahlern aus den benachbarten Hausdörfern (Marbach, Wehrda, Ockershausen und Cappel), die in der Gemarkung Marburgs begütert und als solche dahin steuerpflichtig waren. Er tritt zunächst auf unter den Steuerpflichtigen aus der Marbach und von 1735 am unter denen von Ockershausen mit der Bemerkung „ufm Berg“.

Um 1735 war die Oberfläche des Kaffs noch Staatseigentum und unbebaut, woselbst Johann Balthasar Schmenner sich wahrscheinlich Rottland erworben, dieses urbar gemacht und Wohnhaus und Scheune daneben erbaut hatte. Die Stadt Marburg gab noch einem Eintrag im Stadtprotokollbuch vom 6. November 1736 „dem Schmenner auf dem Kaff“ einen Acker auf drei Jahre in Leihe. Im Kamerarchiv, Pachtrepositur Marburg Nr. 11, stellte Geh. Archivrat Dr. H. Reimer die Bemerkung von 1743 fest: bey des Hanßen Haußes der Schweinsgrund: hier wird also zwischen beiden wohl unterschieden. 


Durch das jene Talmulde fortsetzende enge Tal windet sich der dem Lahnberg entspringende Zahlbach, der bei Weidenhausen sich in die Lahn ergießt. Infolge der durch die Anlage der Autostraße erfolgten Erweiterung des Platzes vor dem Gasthaus Zeiß wurde in diesem Jahre der Zahlbach in Rohre gefaßt und überdeckt. 

Ein zweiter Ansiedler „ufm Berg“ der noch eine höhere Steuerquote zahlte als der erste, namens Johann Wilhelm Schmenner, ist wohl der Erbauer des noch vorhandenen Wohnhauses, zu dem eine etwa 1880 abgebrannte und spätestens 1884 wieder aufgebaute Scheune gehörte. An Stelle des ersten Ansiedlers Johann Balthasar Schmenner kommt im Jahre 1750 zum erstenmal im Steuerregister sein Schwiegersohn Johannes Mengel vor. Zwei auf dem Marburger Rathaus geführte Eheprotokolle der beiden Kinder Mengels sind errichtet am 2. September 1773 und 15. Oktober 1776. Jeder der beiden Söhne des erwähnten zweiten Ansiedlers Johann Wilhelm Schmenners hieß Johannes. Ausweislich des Taufbuches der lutherischen Gemeinde Marburg wurde dem Johannes Schmenner dem Aelteren „auf dem Berg“ 1759 ein Sohn geboren und 1761 ein zweiter. Bevor Johannes Schmenner der Jüngere sich verheiratete, ließ er sich erst in die Bürgerschaft Marburgs aufnehmen. Darüber berichtet das Stadtprotokoll von Marburg mit den Worten: Den 10. Juli 1762 wurde Johannes Schmenner vom Schweinsgrund zum allhiesigen Bürger aufgenommen und verpflichtet. Eine im Stadtprotokoll eingeheftete Bescheinigung des Rentmeisters Duntz in Marburg vom 10. Juni 1762 bekundet, daß die Eltern des Johannes Schmenner junior auf dem Hansenhaus sich nicht in Leibeigenschaft befänden“.

 Nach den Marburger Bürgerlisten von 1781 bis 1800 war im Besitz des älteren Hofes „links, Johannes Schmenner, und in dem des anderen (rechts) Balthasar Mengel. Jener vergrößerte sein Haus durch einen Anbau; entdeckte man doch um 1869 bei baulichen Veränderungen die folgende in einem Balken über einer Türe eingeschnittene Inschrift:

Johannes Schmenner und seine Frau,
Anna Katharina, haben Gott getraut
und dieses Haus erbaut,
im Jahre 1783
 Im Anfang des vorigen Jahrhunderts machte ein Nachkomme des erwähnten Johannes Mengel hinter seinem Besitztum Hansenhaus links, die Weiße Mucke genannt, Lehmsteine. 

Die Schützengesellschaft hatte hier, wo jetzt das Forsthaus steht, im Jahre 1848 einen Scheibenstand; ebenso hatte von 1867 bis 1869 der Schützenverein drei Scheibenstände auf dem Hansenhaus. So zog dies herrliche Fleckchen Erde mit den beiden, einen großartigen Blick auf Marburg bietenden Gasthäusern schon lange Scharen von Besuchern an. 

Aber auch die Wissenschaft intereserte sich für die Vergangenheit der vielbesuchten Stätten, und in der Aprilsitzung 1885 des hessischen Geschichtsvereins in Marburg suchte Dr. von Knoblauch wahrscheinlich zu machen, dass das Hansenhaus der nach Marburg zu versetzte letzte Hof des ehemaligen Dorfes Arzbach bei Großseelheim sei. (Mitte 88/1885.) Dadurch fühlte sich wohl der Lokalhistoriker W. Bücking veranlaßt, in der Oberhessischen Zeitung vom 17. September 1885 die grundlegenden Daten über die Geschichte der Hansenhäuser zu veröffentlichen. Die Vermutungen über Arzbach wurden später wieder aufgenommen. Infolge Zeitungsberichten über Funde von Inschriftsteinen und Bauresten auf den Wiesen südlich Bauerbach unternahm der Marburger Geschichtsverein am 11. Oktober 1899 einen Ausflug zur Besichtigung der Fundstätte. Es ergab sich, daß es dabei nur um Gemarkungssteine aus jüngerer Zeit, dem 18. Jahrhundert, handelte. Und um die Grundmauern eines Hauses, das nach der Lage zu schließen das alte Teichwärterhaus gewesen ist. Denn das Wasser des Arzbach genannten Bächleins, das sich in der flachen Wiesenmulde von dem Lahnberg östlich zwischen Groß- und Kleinseelheim zur Ohm herabzieht, war früher im oberen Tal dieses Tales durch Querdämme zu einer Anzahl terrassenförmig übereinander gelegener Teiche aufgestaut, die ehemals dem Deutschen Orden gehörten. Die ganze Flur liegt in der Gemarkung des nächsten Dorfes Arzbach, an das heute noch der Bachname und der Waldort „Im Arzbach“ am obersten Ende der Mulde erinnern. Die spärlichen Grundmauerreste des Gebäudes ließen einen sicheren Schluß auf ihr Alter nicht zu.

 Zum Hansenhaus links gehörten im Jahre 1815 mehrere Wohnhäuser und eine Scheune, und man betrieb hier, wie auch rechts, bis um die Mitte des vorigen Jahrhunderts eine kleine unbedeutende Wirtschaft, die dem Besucher höchstens einen Schnaps, ein Käsebrot oder im Sommer, wenn es gut ging, einen Topf saure Milch auftragen konnte. 


Hier wohnte um 1850 Johannes Schmenner, der mit seiner Frau, von der er im Jahre 1870 starb, in kinderloser Ehe lebte und einen größeren Besitz an Land, ebenso wie der Bewohner der rechten Häusergruppe, sein eigen nannte. Er verpachtete in seinen letzten Jahren die Wirtschaft an eine Frau Schoppen, deren Mann als Schlosser bei der Bahn tätig war, und nach dem Tode der Witwe Schmenner ging, wohl nachdem die Scheune am 9. März 1874 gänzlich abgebrannt und wieder aufgebaut worden war, der Besitz an Louis Schmenner über. Nach dessen im Jahre 1895 erfolgten Tode übernahm Ernst Herling das Anwesen und ließ die Wirtschaftsgebäude durch An- und Umbauten vergrößern und den Anforderungen der Zeit entsprechend ausstatten, bis der Gastwirt H. Schneider 1919 es erwarb, aber nach einigen Jahren einem im Weltkrieg erworbenen Leiden erlag, so daß dessen Witwe heute dem Betrieb vorsteht. 

Die Wirtschaft Hansenhaus rechts hatte um 1850 ein Mann namens Schmenner inne, der über fünfzig Jahre in der Niedereheschen Tabakfabrik tätig war und ein kleines Wohnhaus besaß, im unteren Stock das Wirtszimmer und dahinter die Küche bergend; daran war ein kleiner Stall angebaut. In dem 1850 angebauten kleinen Saal wurde Sonntags Tanzmusik abgehalten und von den damals hier liegenden bayrischen Exekutionstruppen viel besucht. Die Gastwirtschaft ist von dem jetzigen Besitzer F. Schmenner durch Umbauten vergrößert worden, so daß beide Hansenhäuser gern besuchte Erholungsstätten für Marburger und Fremde sind. H. B.


Anmerkung:
Der Verfasser dieses Artikels der Oberhessischen Blätter verfügte nicht über die heutigen Recherchemöglichkeiten wie Internet, digitalisierte Akten, Karten, Kirchenbücher und Personenstandsregister sowie für jedermann frei zugängliche Archive. Dadurch ist der Artikel aus heutiger Sicht teilweise fehlerhaft und deshalb in sich widersprüchlich.



Oberhessische Blätter Nr. 18 vom Oktober 1933:




Montag, 1. Februar 2016

Der erste Siedler auf dem Berg


Johann Balthasar Schmenner

Der erste Siedler auf dem Berg (uffm Berg) war Johann Balthasar Schmenner. 

Ein erster amtlicher Hinweis befindet sich in dem Contributionsregister der Stadt Marburg des Jahres 1733.






































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Contributionsregister des Jahres 1733 - Quelle: Hessisches Staatsarchiv Marburg / 330 Marburg A II 11 Jg 1733













































































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Contributionsregister des Jahres 1733 - Quelle: Hessisches Staatsarchiv Marburg / 330 Marburg A II 11 Jg 1733

Q









































































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Johann Balthasar Schmenner - Eintrag im Contributionsregister des Jahres 1733 - Quelle: Hessisches Staatsarchiv Marburg / 330 Marburg A II 11 Jg 1733























































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Dienstag, 26. Januar 2016

Zum 170. Todestag von Heinrich Schmenner

Heinrich Schmenner (22.03.1838 – 26.01.1846)

Inschrift eines Grab- und Gedenksteines aus dem Jahre 1846 auf dem Alten Friedhof am Barfüßertor zu Marburg:
DEM ANDENKEN DER DREI KNABEN GEWEIT WELCHE AM 26 JANUAR 1846 DURCH DEN EINSTURZ DER PREDIGER MAUER AM LAHNTHOR DEN TOD FANDEN UND HIER VEREINT SIND
 

Was war geschehen? 

Der Knabe Heinrich Schmenner (22.03.1838) lebte mit seinen Eltern, dem Bürger, Tabakspinner und späterem Wirth des Hansenhof Johannes Schmenner, Sohn des  Balthasar Schmenner, Wirth auf dem Hansenhof (Hansenhaus Rechts), und Ehefrau Christine, geb. Saelzer sowie seinen Geschwistern im Haus Nr. 742 des Marburger Vorortes Weidenhausen (Heute Weidenhäuserstraße 80). Das Haus 742 war ein sehr schmales und hohes Haus, angebaut in einem von der Straße nicht sichtbaren Winkel des Vorderhauses. Der Eingang befand sich in einer kleinen Gasse. Heute sind beide Häuser durch den Eingang des Vorderhauses erreichbar.



Wie eigentlich an jedem Tag, machte sich Heinrich auch am Montag den 26. Januar 1846, so um halb Acht rum, auf den Weg zur Schule. Unterwegs traf er noch Freunde und Schulkameraden, und so ging man gemeinsam das Lahntor hinauf zur Schule. An diesem Morgen sollten allerdings nicht alle die Schule erreichen. Just in dem Augenblick, als die Schüler das Lahntor passierten, stürzte mit Getöse die enorm große Prediger Mauer ein und begrub mehrere Kinder unter sich.



Der Marburger Polizeidirektor, Wilhelm Heinrich Wangemann, berichtet umgehend, noch am 26. Januar 1846, an das Innenministerium in Kassel:
"... Heute Morgen um 3/4 8 Uhr stürzte die Mauer unter dem Gärtchen hinter dem Gymnasialgebäude und an dem Universitätsgebäude, durch einen viertägigen,Tag und Nacht anhaltenden, Regen erweicht, fast in ihrer ganzen Länge zusammen, verschüttete durch Steine und Erde die ganze sehr breite aus der oberen Stadt nach der Lahnbrücke zu führende Straße dergestalt, dass sogar der Schutt mehrere der gegenüber liegenden Häuser beschädigte [.....] Dabei wurden mehrere Kinder, welche sich auf dem Weg zur Bürgerschule befanden, verschüttet und teilweise erschlagen. [....] Drei Kinder konnten nur noch tot aus dem Schutt geborgen werden zwei weitere waren lebensgefährlich und drei minder hart verletztet. …" 
 Der Direktor des Gymnasiums, Dr. August Friedrich Christian Vilmar, berichtete ebenfalls in seiner gedruckten Mitteilung „Zu der öffentlichen Prüfung der Schüler des Kurfürstlichen Gymnasiums zu Marburg im Jahre 1846“ auf den Seiten 37 und 38 über das tragische Unglück:
"… Am 26. Januar 1846 stürzten in Folge der ungewöhnlichen Regengüsse, welche in den nächstvorhergegangenen Tagen Statt gefunden hatten, die hohen Umfassungsmauern des ehemaligen Dominikanerklosters und jetzigen Universitätsgebäudes, innerhalb dessen sich auch das Gymnasium befindet, zu grossen Theile – fast so weit dieselben die dermalige Dienstwohnung des Gymnasialdirectors umschlossen, nach der Lahnthorstrasse hin ein, und begruben in ihrem Falle fünf Knaben von 7- 8 Jahren, Schüler der hiesigen Bürgerschule, von welchen drei ihren augenblicklichen Tod fanden, zwei lebensgefährlich verletzt, aber seitdem wieder hergestellt wurden. Schüler des Gymnasiums wurden von dem Unfalle nicht berührt, ebenso wenig irgendeins der Schullocale des Gymnasiums oder die Aula der Universität. Dabei musste ein in Benutzung des Gymnasiums befindliches Gebäude in Folge dieses Mauersturzes zum großen Theil abgebrochen und die Bibliothek nebst den übrigen Sammlungen und Apparaten de Gymnasiums, welche in diesem Gebäude ihre Locale hatten, einstweilen in einem Privathause der Stadt untergebracht werden. [….] Unter ganz gleichen Umständen, nach ungewöhnlichen Regengüssen, welche, wie diesmal, ein starkes Anfluten der Lahn zur Folge hatten, stürzte dieselbe Mauer an dem demselben Tage (14. Januar in alten Stils) und derselben Stunde (acht Uhr Morgens) wie 1846, im Jahre 1552 ein, und zerschmetterte zwei gegenüberliegende Häuser, kostete damals jedoch kein Menschenleben. …"

Im Wochenblatt für die Provinz Oberhessen, Marburg, Sonnabend den 31. Januar 1846, konnte man im Mitteilungsteil für Marburg ebenfalls darüber lesen.
Gestorben in der evangelisch-lutherischen Gemeinde: Philipp, des hiesigen Bürgers und Seifensieders Oavid Prätorius Sohn, alt 8 Jahre, 11 Monate und 14 Tage ; Heinrich, des hiesigen Bürgers und Tabackspinners Johannes Schmenner Sohn, alt 7 Jahre, 10 Monate und 17 Tage; Wilhelm, des hiesigen  Bürgers  und  Häfnermeisters  Christoph Hermann Keppler Sohn, alt 8 Jahre, 11 Monate und 5 Tage.


 Etliche Jahre später, ca. 1875, entstand dieses Bild. Darauf kann der Betrachter anhand der Steine der Mauer erkennen, welches Teil dieser Mauer nach dem Einsturz erneuert wurde.

Philipps Universität ca. 1875. Blick auf die wiederaufgebaute Mauer. Quelle: Nachlass Freia Höhne, geb. Schmenner



"... Die Bürgerschaft Marburg, genauer gesagt, die der lutherischen Gemeinde, hingegen hatte noch im Jahre 1846 einen Steinmetz beauftragt, ein großes Denkmal auf dem Friedhof vor dem Barfüßertor zu errichten bei dem auf der Stirnseite der eingangs zitierte Text steht; auf den drei übrigen Seiten ist jeweils der Name eines Knaben und das Jahr seiner Geburt eingemeißelt. ..." (Dr.h.c.M.Lemberg)













    Quellennachweis:
    • Stadtarchiv Marburg und GenWiki: Sippenbuch der Stadt Marburg 
    • Dr. A. F. C. Vilmar: Zu der öffentlichen Prüfung der Schüler des Kurfürstlichen Gymnasiums zu Marburg im Jahre 1846 – Seiten 37/38 
    • Akten des Staatsarchivs Marburg, u. a. StAM Karten Marburg P II Nr. 3581: Universitätsgebäude zu Marburg, Facade nach der Lanthor-Straße und StAM Best. 16 Nr. 5591: Akten betreffend den Einsturz der Umfassungsmauer am Universitätsgebäude in Marburg 1846
    • Nachlass Freia Höhne, geb. Schmenner - Bild Lahntor
    • Wolfgang O. H. Schmenner (WOHSCH) - Bilder Friedhof und Weidenhausen
    • Margret Lemberg, Or. h. c., Oberstudienrätin für die Fächer Deutsch und Geschich­ te, von 1981 bis 1995 am Philippmum in der Festschrift zum 475jährigen Jubiläums des Gymnasium Philippinum zu Marburg“ – Seiten 169-174, 180-181
    • Wochenblatt für die Provinz Oberhessen, Marburg, Sonnabend den 31. Januar 1846 STAM Slg 10 Marburg 3




    Freitag, 15. Januar 2016

    Wie alles begann ...

    Der Ursprung des Stadtteils Hansenhaus
    mit der Hansenhaus-Gemeinde vor 280 Jahren
    von Hubertus Schmenner


    Man schreibt das Jahr 1733. Die Stadt Marburg mit ihren um die 5.000 Einwohnern befindet sich noch weitgehend in den von der Stadtmauer mit ihren Stadttoren gesetzten Grenzen. Auf der gegenüberliegenden Lahnseite erstreckt sich als Brückenvorstadt "Weidenhausen" an deren Ende sich die Kapelle St. Jost mit dem nicht mehr existierenden Siechenhaus befindet. Damit ist für die Marburger faktisch die Welt zu Ende. ln östliche Richtung führt ein Hohlweg zu einer den Lahnbergen vorgelagerten Hochterrasse mit den Flurbezeichnungen "uffm Kaff" und "Schweinsgrund". Offensichtlich bestehen bis dahin die dort gelegenen Ländereien aus Unland und sind noch nicht gerodet und urbar gemacht.

    Im Jahr 1733, vor nunmehr 280 Jahren, erscheint im Kontributionsregister der Stadt Marburg als erster Siedler "uffm Kaff" Johann Balthasar Schmenner, der von der Gemeinde Marbach kommend, von der Stadt Marburg Rodland erworben, dieses urbar gemacht und Wohnhaus und Scheune darauf erbaute. Nach alten Protokollen erhält der Schmenner "uffm Kaff" in 1736 von der Stadt  weitere Ländereien in Leihe. Somit ist bereits nach drei Jahren eine Vergrößerung des Anwesens dokumentiert. Was veranlasste 1733 Johann Balthasar Schmenner dazu von der Marbach auf dieses unwirtliche Hochplateau zu ziehen? War es der Wunsch nach Selbständigkeit, war es die Hoffnung auf etwas Wohlstand oder einfach nur Pioniergeist  Wir wissen esnicht. Betrachtet man die Entwicklung bis zum heutigen Stadtteil, so war die Entscheidung richtig.

    Im Jahr 1745 erscheint in den städtischen Registern ein zweiter Ansiedler "aufm Berg". Es ist Johann Wilhelm Schmenner. Auch er baut Wohnhaus und Scheune und macht Ländereien im "Schweinsgrund" urbar. Während Johann Wilhelm Schmenner auf der linken Seite seine Flächen im Schweinsgrund bewirtschaftete, hatte Johann Balthasar Schmenner die Grundstücke auf der  rechten Seite "uffm Kaff" in Bewirtschaftung. Diese Unterscheidung in "links" und  "rechts"  sollte  später  eine Bedeutung bis zum heutigenTag haben. Seide Anwesen müssen sich im Laufe der Jahre wirtschaftlich  entwickelt haben, wozu sicher nicht unerheblich eine Schankerlaubnis beigetragen  hat.  Seide Familien hatten  die  Genehmigung zum Ausschank von  Getränken und  zur  Ausgabe einfacher Speisen. Da  die Häuser unmittelbar an dem Fahrweg nach Schröck und Bauerbach lagen,bot sich an, dass die Pferdefuhrwerke und Ochsenkarren auf ihrem Weg nach Marburgund zurück dort Station machten und für eine Stärkung von Mensch und Tier sorgten. Ebenfalls waren viele Leute von den Dörfern zu Fuß nach Marburg unterwegs. Auch diese nutzen gerne die Möglichkeit der Einkehr. Auch unter den Marburger Bürgern hatte sich  schnell  herumgesprochen,  dass man in den Höfen "uffm Kaff" und im "Schweinsgrund" einkehren konnte und gut bewirtet wurde. Der Grundstein für zwei bis heute erhaltene Ausflugslokale war gelegt.

    Der Name "Hansenhaus" taucht erstmals in einem Stadtprotokoll vom Juni 1762 auf. Wie es zu dem Namen "Hansenhaus" kam, darüber ranken sich Legenden. Eine Version deutete darauf hin, dass eine Verbindung zum Städtebund der "Hanse" bestanden haben soll. Die andere  brachte den Scharfrichter der nahen Richtstätte "Rabenstein", der den Namen "von Hansen" geführt haben soll, ins Spiel. Dies alles ist jedoch nicht bewiesen. Wahrscheinlich ist der Name "Hansenhaus" von Vornamen der beiden Familien Schmenner abgeleitet, die beide auf den Rufnamen"Johann" hörten.  Da  im  alten  Sprachgebrauch  die  Vornamen  Johann/Johannes oft auf"Hannes" abgekürzt wurden, ist es glaubhaft, dass die Marburger Bürger bei ihren Wanderungen und Ausflügen sagten: "Heute gehen wir zum "Hannes sein Haus" und dies im Laufe der Jahre zu der Bezeichnung "Hansenhaus" geführt hat. ln späteren Jahren wird dann zur Unterscheidung der beiden Hansenhäuser der Zusatz "rechts" und "links" entstanden sein. Diese Unterscheidung ist bis zum heutigen Tag für die beiden Gastronomiebetriebe aktuell. Nach einer alten Bürgerliste von 1781 war der Hof- und Grundbesitz "auf dem Hansenhaus genannt im "Schweinsgrund" (Hansenhaus links) auf einen Balthasar Mengel übergegangen während das andere Anwesen (Hansenhaus rechts) im Besitzvon Johannes Schmenner blieb.

    Die Einwohnerstatistik von 1885 listet für die beiden Hansenhäuser insgesamt 11 Bewohner auf. Bis zu diesem Zeitpunkt waren keine weiteren Gebäude hinzugekommen. Dies sollte sich kurze Zeit später ändern.Zu Beginn der 1890erJahre wurde die "Försterei Hansenhaus" erbaut um eine ortsnahe Bewirtschaftung der  umfangreichen  Waldungen  der Lahnberge zu gewährleisten. Die Försterei bestand aus Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden und die dazu gehörigen Ländereien wurden von derFamilie des Försters bewirtschaftet . Erst 1904 wurde mit dem "Bismarckturm" wieder ein Gebäude auf dem Areal in Nähe der Hansenhäuser errichtet. Die Stadt Marburg folgte dem Beispiel vieler Städte und baute für seine Bürger und Studenten eine "Bismarcksäule" mit Befeuerungsanlage. ln der Folgezeit zogen bei  Sonnenwende  und  nationalen Feiertagen  die  Marburger Bürger und Studenten in einem Fackelzug hinauf auf den Berg zum traditionellen Bismarckfeuer. Ein zu dieser Zeit sicher großes Event. Bis zur Erbauung eines weiteren Hauses sollten wieder 20 Jahre vergehen. Im  Jahr 1924 errichtete unterhalb des Hansenhaus rechts Professor Wirth Roeper-Bosch eine große Villa die er "Ehresburg" nannte und die seine Bibliothek und Sammlungen beherbergte. Dort ging Professsor Wirth Roeper-Bosch seinen Forschungen zur Urreligionsgeschichte und Symbolkunde nach. Abgesehen von An- und Erweiterungsbauten der beiden Hansenhaus  Gaststätten  fanden in den kommenden Jahren auf den großen Grundflächen, die sich überwiegend in öffentlicher Hand befanden und landwirtschaftlich genutzt wurden, keine baulichen Aktivitäten statt.


    Erst  200  Jahre nach dem amtlichen Nachweis des ersten Ansiedlers Johann Balthasar Schmenner "uffm Kaff" sollte sich dies grundlegend ändern. Im November 1933 konnte das Richtfest für 42 Siedlerstellen der "Stadtrandsiedlung" gefeiert werden und bereits im Mai 1934 konnten die zumeist in Eigenleistung errichteten Häuser bezogen werden. Der Grundstein für die erste geschlossene Wohnbebauung im heutigen Stadtteil Hansenhaus war gelegt und aus dem Zusammenschluss zu einer Siedlergemeinschaft  die Grundlagefür die heutige Hansenhaus-Gemeinde gegeben. Die Wirren des 2. Weltkriegs und der Nachkriegszeit hatte die Stadtrandsiedlung unbeschadet überstanden. Zu Beginn der 1950er Jahre begann eine rege Bautätigkeit   auf beiden Seiten der Großseelheimer Straße bis hinunter zum  Glaskopf und rund  um  den  Bismarckturm. Jedes freie und bebaubare Grundstück wurde genutzt. Die Expansion des Stadtteils Hansenhaus war nicht mehr aufzuhalten. Die Darlegung der Entwicklung ab den 1950er Jahren sollte jedoch einem gesonderten Artikel vorbehalten bleiben.


    <Der Verfasser Hubertus Schmenner ist ein direkter Nachkomme  von Johann Balthasar Schmenner, dem ersten Siedler von 1733. Er ist nicht wie seine Vorfahren Gastwirt geworden. Hubertus Schmenner war als Abteilungs­leiter für Haushalt und Finanzen in der Zentralverwaltung  der Philipps-Universität tätig.

    Ein weiterer direkter Nachkomme  von Johann Balthasar Schmenner, dem ersten Siedler von 1733, Wolfgang O. H. Schmenner war von 1974 bis 1992 der letzte Wirt der Schmenners auf dem Hansenhaus Rechts.>