Hansenhaus Rechts - Gemälde

Hansenhaus Rechts - Gemälde
Hansenhaus Rechts zu Marburg an der Lahn ca. im Jahre 1897 - Gemälde von Friedrich (Fritz) Klingelhöfer (04.061832 - 09.11.1903) Marburger Landschaftsmaler - Bildarchiv Foto Marburg 221331

Donnerstag, 5. November 2015

Anno 1715 im Schweinsgrund bei Marburg


Der Schweinsgrund bei Marburg

In der alten Akte "Verwaltung der Buchholzischen Güter im Schweinsgrund bei Marburg" des Zeitraumes 1707 bis 1794 befindet sich auf Seite 94 diese Flurkarte.



Sie deckt nach heutiger Sicht das Gebiet "Rabenstein - Kaffweg - Hansenhaus Links - Alter Kirchhainer Weg" ab.

Im Jahre 1715 gab des die Großseelheimer Straße noch nicht. Wollte man nach Kirchhain reisen, so konnte man nach heutiger Sicht hinter St. Jost unter zwei Routen wählen. Die alte Route führte über den heutigen Alten Kirchhainer Weg, an der ehemaligen Abdeckerei Anton Gary vorbei, über die alte Heeresstraße "Altes Pflaster" mit seinen heute noch existierenden Steinpflaster, am Löwensteinkreuz vorbei, geradeaus den sehr steilen Lahnberg hoch auf die Alte Bauerbächer Straße.

Die andere, hier eingezeichnete, Route führte den Kaffweg hoch, am Hansenhaus Links vorbei, zu den an der ehemaligen Revierförsterei Hansenhaus beginnenden, bis circa 1965 existierenden, Serpentinenwege den Lahnberg hoch. Oben auf dem Lahnberg, kurz vor dem heutigen Sanatorium Sonnenblick, teilte sich diese Route. Links ging es auf die Alte Bauerbächer Straße in Richtung Bauerbach, Großseelheim, Kleinseelheim, an Radehausen vorbei, nach Amöneburg und Kirchhain. Geradeaus führte die Route über Schröck und Mardof nach Alsfeld.

Die in der Mitte dieser Karte eingezeichneten Wege sind die Vorläufer des Fähnrichweges und der Höhlsgasse. 

Der nachfolgende Plan aus der Neuzeit von ca. 1955 dient zum Gebiets- und Routenvergleich.


Quelle: Stadtarchiv Marburg - SM0997 - Ausschnitt aus einem alten Plan von ca. 1955 zum Gebiets- und Routenvergleich mit der Flurkarte von 1715


Das erste belegbare Bauwerk im Schweinsgrund, die Scheune von ca. 1707 des Schmiedes Johannes Klein, ist, nach heutiger Sicht unterhalb des Anwesens Hansenhaus Links in Höhe des Wasserweges am unteren Schubbelackerweg, eingezeichnet. Das genehmigte Wohnhaus an bzw. auf der Weißen Mocke ist nicht eingezeichnet. Sehr wahrscheinlich wurde es nie gebaut oder existierte 1715 bereits nicht mehr.