Hansenhaus Rechts - Gemälde

Hansenhaus Rechts - Gemälde
Hansenhaus Rechts zu Marburg an der Lahn ca. im Jahre 1897 - Gemälde von Friedrich (Fritz) Klingelhöfer (04.061832 - 09.11.1903) Marburger Landschaftsmaler - Bildarchiv Foto Marburg 221331

Sonntag, 8. November 2015

Die erste Zentralheizung

Entgegen dem damalig beginnenden Trend der Investitionsmüdikeit und der sich daraus anbahnenden Weltwirtschaftskrise wurde im Hansenhaus Rechts zu Marburg an der Lahn im Jahre 1927 kräftig investiert.


Das Marburger Unternehmen Konrad Wiesner aus der Rotenbergstraße plante und baute die erste Zentralheizung im Hansenhaus Rechts. 

Betrieben wurde die Anlage mit Koks und / oder Holz. Zum Anfeuern wurden getrocknete, im Herbst in Massen gesammelte, Tannenzapfen und getrocknetes Reisig verwendet. Das Holz und das Reisig wurden in Schuppen, die Tannenzapfen dagegen wurden auf einer 80 qm großen Fläche auf dem Dachboden des Haupthauses gelagert.

Der Heizungsraum mit Kessel sowie der benötigte Kohlenkeller wurden unter dem Festsaal placiert und konnte nur über eine Falltür im Toilettenvorraum erreicht werden. Damit das benötigte Brennmaterial nicht durch die Gasträume getragen werden musste, wurde an der östlichen Aussenseite, in der Höhe des  heutigen Eingangs, ein Schacht angelegt.

Bei der Planung der Zentralheizung wurde damals schon berücksichtig, dass der große Vorratsraum und die Räucherkammer im ersten Obergeschoß nicht beheizt werden durfte. Dort lagerten die Vorräte, das Eingemachte und die damals schon in Stadt und Land bekannten Würste und Räucherwaren aus eigener Schlachtung. Dieser Vorratsraum wurde im Jahre 1972 stillgelegt.


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Die im Jahre 1927 von Konrad Wiesner installierte Heizungsanlage hat bis Mitte der 60er Jahre (Umstellung auf Heizöl) ohne nenneswerten Beanstandungen ihren Dienst versehen.